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Service Learning im Lehramtsstudium Geographie

Handlungsleitend für das Lerngeschehen im Modul ist das Lehr-/Lernkonzept Service Learning (SL), dass im Deutschen Sprachraum auch als „Lernen durch Engagement“ bezeichnet wird. SL bedeutet, fachliches Lernen (Learning) mit einem gemeinwohlorientierten Engagement (Service) zu verbinden. Das Ziel ist es, handlungsorientiert fachliche und überfachliche Kompetenzen bei Studierenden im gemeinsamen Lernen mit anderen Akteursgruppen, wie z.B. Kinder und Jugendliche oder außerschulische Bildungseinrichtungen, zu fördern und somit einen Wandel von einer inhaltszentrierten Vermittlung und Aneignung fachbezogenen Lehrerwissens bei Studierenden hin zum erfahrungsbasierten Wissen und Können zu erreichen. Der Motor des Lehr-/Lerngeschehens ist demzufolge ein didaktisches Wechselspiel, bestehend aus Handlung und Aktion im Rahmen eines Engagements außerhalb des Seminarraums und der angeleiteten Reflexion über das dadurch gewonnene Erfahrungswissen als des „gewohnten“ Seminargeschehens. Im Modulverlauf werden Ihnen vielfältige Möglichkeiten geboten, um die „klassischen“ Seminarinhalte im gemeinsamen Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen im Frankfurter Stadtteil Ostend erfahrungsbasiert zu erlernen.

Die Entwicklung vom einstigen Projektmodul „Räumliche Sozialisation und Schule“ hin zu einem Service Learning-Projekt findet aktiv seit dem WS 2016/17 statt. Im kritisch-konstruktiven Austausch zwischen den jeweiligen Seminarteilnehmer/-innen und der Seminarleitung wurden und werden kontinuierlich die zentralen Inhalte und Themen des Moduls sowie geeignete organisatorische und methodische Arbeitsformen und Vorgehensweisen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bzw. mit den verschiedenen Kooperationspartnern im Ostend realisiert. Eine ausführliche Beschreibung dieser SL-Modulkonzeption können Sie hier lesen.

Das SL-Projekt im Modul „Räumliche Sozialisation und Schule“ in vier Sätzen zusammengefasst:

⚠ Der leitende SL-Gedanken des Moduls ist es, in gemeinsamen Projekttagen mit Kindern und Jugendlichen das Frankfurter Ostend zu erkunden und zu kartieren, um diesen speziellen Sozialraum aus den Augen von Kindern und Jugendlichen zu erfassen bzw. begreifbar zu machen.

⚠ Service-Komponente: Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen werden sozialräumliche Daten auf Quartiersebene erhoben, die zukünftig unterschiedlichen städtischen, sozialen und bildungsinstitutionellen Akteuren helfen können, das Ostend als Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen.

⚠ Lernkomponente Kinder und Jugendliche: Durch das SL-Engagement bieten wir Kindern und Jugendlichen eine besondere Möglichkeit, ihren Stadtraum „Ostend“, angeleitet aus der Perspektive der Geographie, zu erforschen und „neu“ zu entdecken, um ihre eigenen sozialräumlichen Bedürfnisse artikulieren und kommunizieren zu können.

⚠ Lernkomponente Studierende: Das gemeinsame Lernen und Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen im Frankfurter Ostend ist mit dem Ziel verknüpft, praxisnah berufsqualifizierende Kompetenzen zur Analyse und Bewertung von Wohnquartieren zu erlangen, die Sozialisationsräume von Schüler/-innen sind.

Die nachfolgende Abbildung zeigt das Zusammenspiel der am Lehr-/Lerngeschehen beteiligten Akteure.

courses/studierende/l/ps-raumsoz/modulbeschreibung/inhalt.txt · Zuletzt geändert: 2020/04/06 15:26 (Externe Bearbeitung)