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LE06: Formale und informelle Bürger*innenbeteiligung

In dieser Lerneinheit setzen Sie sich mit formalen Partizipations-möglichkeiten auseinander und grenzen informelle von diesen ab. Sie erarbeiten deren spezifische Eigenschaften, betrachten kritisch ihre Vor- und Nachteile. Darüber hinaus lernen Sie Möglichkeiten zur formalen und informellen Beteiligung mit digitalen Geomedien kennen. Ausgehend davon nehmen Sie mit Hilfe des Bürger*innebeteiligungsportals “Frankfurt fragt mich” eine Einordnung des Partizipationspotenzials am Projekt „Frankfurt Nordwest – Neuer Stadtteil der Quartiere“ hinsichtlich formeller bzw. informeller Beteiligung vor.

Lerneinheit, Materialien und Aufgabenstellungen wurden im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes DiGeo- Generalisierbarkeit und Transferierbarkeit digitaler Fachkonzepte am Beispiel mündiger digitaler Geomediennutzung in der Lehrkräftebildung im März 2021 von Melanie Lauffenburger und Magdalena Liebe entwickelt.

Bei Fragen und/oder Anmerkungen kontaktieren Sie uns bitte per Mail unter: lauffenburger@geo.uni-frankfurt.de.

🕐 Bearbeitungszeit

  • ca. 90 min

👁‍ Inhalte der Lerneinheit

📂 Materialien

🗺 digitale Geomedien

🏁 Lernergebnisse

Nach Abschluss der Lerneinheit können Sie…

  • Formale Partizipation definieren und ihre charakteristischen Eigenschaften benennen, sowie Vor- und Nachteile aufzeigen.
  • Formale Partizipation von informeller Partizipation abgrenzen und Beispiele kriterienorientiert vergleichen.
  • Das Bürger*innenbeteiligungspotenzial am Projekt “Frankfurt Nordwest” analysieren und die Rolle digitaler Geomedien reflektieren.

Formale vs. informelle Partizipation

„Die Beteiligung von Bürger[*inne]n und der Öffentlichkeit insgesamt ist institutioneller Bestandteil einer jeden demokratisch legitimierten Stadtplanung – oder sollte es zumindest sein“ (Streich, 2011). In Deutschland und in vielen europäischen Nachbarländern, ist Bürger*innenbeteiligung in bestimmten Prozessen gesetzlich vorgeschrieben. So verpflichten in räumlichen Planungsprozessen das § 3 Baugesetzbuch sowie die Bauleitplanung und Raumordnungsverfahren zur Beteiligung von Bürger*innen. Diese, im Allgemeinen als formale Partizipation beschriebene Art der Bürger*innenbeteiligung zeichnet sich durch eine Vorgabe der Beteiligungsverfahren selbst sowie des Beteiligungszeitpunktes aus. Charakteristisch ist zudem die top-down-Initiierung der Verfahren durch die zuständigen Behörden oder Institutionen. Im Gegensatz dazu beruht die informelle Partizipation auf dem Interesse der Bürger*innen, an Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen sowie der Gestaltung des öffentlichen Raumes und Lebens teilzuhaben. Informelle Partizipationsverfahren werden in der Regel von Bürger*innen selbst bottom-up initiiert und können sowohl one-way als auch dialogorientiert ausgerichtet sein.

📰 Basislektüre

📚 Hungry Minds

courses/studierende/l/s-fachdidaktik-parti-digi/lerneinheit/le06.txt · Zuletzt geändert: 2021/04/08 14:53 von melauf